Was macht der Moppa an einem schönen Samstag normalerweise? Richtig, er geht ins Stadion – da die Düsseldorfer aber erst heute Abend in Duisburg ranmüssen, habe ich mich kurzfristig mit IrishRoots entschieden gehabt, zusammen zum 50 Jahre DRK-Rockkonzert in Niederbrechen zu fahren um dort die Bands “5028: Lärmpolizei”, “Back with Darkness” und “Outback” anzuschauen.
Um 17:45 Uhr ging die Reise los von Neuwied nach Niederbrechen und wir waren doch angenehm überrascht als uns das Navi (oder besser “Nüvi”) mitteilte, dass es nur 45 Minuten Fahrtweg bis in den kleines hessischen Ort sind. Im Dorf angekommen haben wir dann unsere Sachen unter die Arme gepackt und uns zum Sport- und Kulturzentrum begeben. Das erste was wir dort vor der Tür erblickten war eine kleine Gruppe aus Hamburg die vor ihrem Bandbus “Mütze” standen und diesen erstmal entladen haben. Aus Hamburg kam an diesem Abend natürlich nur eine Band – Back with Darkness – die mit der Tour von Hamburg nach Hessen die Kupplung ihres Autos wohl ein wenig überstrapaziert haben. Deshalb musste Mütze kurzer Hand vom ADAC abgeschleppt und ein Leihwagen besorgt werden. Shit happens! Vor der Halle haben wir dann auch noch unsere Mellüüü getroffen die uns kurzer Hand zum Eintritt verholfen hat. Da Mellüüü an diesem Abend jedoch selbst arbeiten musste (Mitglied beim Veranstalter DRK Niederbrechen) war sie natürlich voll im Stress und wir wollten sie gar nicht lange mit irgendwelchen Lapalien aufhalten. Also machten wir uns kurzer Hand auf Richtung Eingang und waren erstmal leicht irritiert von der Masse an Sicherheitskräften die da vor der Tür standen… Geschätzte 15 Typen der Marke “Leg dich nicht mit mir an, oder du ziehst den Kürzeren und kannst deine Suppe morgen durch nen Schlauch trinken!” standen vor dem Eingang und sorgten dafür, dass an diesem Abend auch garantiert nichts passieren würde!
Leider kann ich euch jetzt schonmal sagen, dass die Veranstaltung nur absolut mäßig besucht worden ist. Vielleicht irgendwas zwischen 40 und 80 zahlenden Gästen, die den Weg nach Niederbrechen gefunden haben. Das enttäuschte die Veranstalter natürlich schon etwas, auch wenn man sich bemüht hat das nicht zu deutlich zu zeigen. Wirklich schade, denn die Bands waren alle 3 wirklich klasse und die ganze Organisation sah wirklich sehr gut geplant aus. Tolle Bühne, gute Licht- und Soundanlage, sehr viele Getränkestände und super leckere Spießbratenbrötchen. Alles in allem also wirklich tolle Bedingungen für einen klasse Konzertabend – bis halt auf das wenige Publikum, doch das machte den Bands nichts aus, denn da hat jede einzelne Band zu überzeugen gewusst.
Als erste Band durften “5028: Lärmpolizei” die Bühne betreten und ich war sehr überrascht, denn ich hatte ehrlich gesagt mit einer Punkrock-Combo gerechnet bei dem Namen und stattdessen stand dort eine Band die ich ohne bedenken für stimmungsvolle Covermusik auf meine Hochzeit einladen würde. Im Ernst, das war wirklich gut – vorallem die weibliche Stimme hat gut zu den Songs gepasst. Die 6-köpfige Coverband bestand also aus einer Sängerin, 2 Gitarren, Schlagzeug, Bassist und einem Keyboarder und zusammen haben diese richtig gut harmoniert. Einen kleinen Eindruck von der Lärmpolizei bekommt ihr in den morgen Abend folgenden Videoausschnitten und natürlich über die Fotos die wir am Samstag geschossen haben.
Bevor “Back with Darkness” dann als zweite Band die Bühne betreten durften, haben wir uns diese noch kurz für ein Interview geschnappt. An dieser Stelle möchte ich schonmal anmerken, dass ich ab sofort befeindet bin mit meiner eigenen Technikausrüstung… Erstmal wollte der mobile-Recorder nicht anspringen (wer ahnt auch schon, dass man die Playtaste lange gedrückt halten muss…) und dann habe ich scherzeshalber auch noch gesagt, dass er das Interview bestimmt gar nicht aufgezeichnet hat. Naja, ganz so schlimm ist es zwar nicht aber in der Tat ist die Aufnahme fehlerhaft gewesen als ich sie gestern auf meinen Rechner zum bearbeiten ziehen wollte… Mit Mühe und Not und ein paar Tricksereien konnte ich zwar noch 4:05 Minuten des Interviews retten, die letzten 50 Sekunden fehlen jedoch leider. Kann man leider nicht ändern, deshalb richte ich an dieser Stelle die von Jan (?) gesendeten Grüße an seine Mami, seinen Papi und natürlich seine Eltern nochmal aus, da sie im Interview bei den Schlussworten ebenfalls fehlen. Sagen wir einfach Glück im Unglück, denn immerhin könnt ihr euch ja noche die geretteten 4 Minuten des Interviews anhören.
Kommen wir zum musikalischen Teil, denn im Gegensatz zu Mellüüü hatten IrishRoots und ich “Back with Darkness” noch nicht live gesehen. Zum Glück hat sich das an diesem Abend geändert, denn die Band hat mit ihrem “female fronted angry pop” wirklich eine geile Show hingelegt. Neben den Songs ihres Debütalbums “Wrong Expectations” gab es auch noch ein paar neue Stücke zu hören – auch hier verweisen wir natürlich wieder auf die morgen kommenden Videos… Wobei ihr da soundtechnisch wirklich nichts erwarten dürft, denn das sind ganz normale Digicam Videos.
Als letzte Band durften dann “Outback” auf die Bühne, die sich ebenfalls wie die Lärmpolizei auf das covern spezialisiert haben. Und in diesem Fall kann man wirklich von spezialisieren reden, denn mal abgesehen von dem breiten musikalischen Spektrum welches da abgedeckt wurde, haben die Männer einige Songs wirklich sehr originalgetreu hinbekommen. Dabei reichte die musikalische Vielfalt von den Toten Hosen über Greenday und AC/DC bis hin zu Ray Parker Junior (Ghostbusters Theme). Man merkte auch, dass Outback in der Gegend bekannter sein mussten, denn die Jugendlichen im Publikum wussten genau was auf sie zukommt. Wirklich, das hat richtig Spaß gemacht.
Im gesamten gesehen war es wirklich ein tolles Konzert, das einzig und allein durch die Tatsache des geringen Publikums getrübt wurde. Wir hoffen jedoch trotzdem, dass das DRK-Niederbrechen anständig gefeiert hat und sich schon auf die nächsten 50 Jahre Ortsverein DRK-Niederbrechen freuen kann – wir wünschen euch dabei alles Gute! Natürlich möchten wir zum Schluss auch noch ein paar Grüße rausschicken und zwar an die Bands Back with Darkness, 5028: Lärmpolizei und Outback, natürlich an alle Besucher des Konzerts – allen voran Chirp der 42. Groupie von BwD, Schmitzi, Max (der mich bestimmt immer noch nicht erkannt hat *haha*), alle Mitarbeiter vom DRK Team und alle die wir hier vergessen haben.
Abschließend noch ein paar Impressionen in Form von Fotos die wir vor Ort geschossen haben:
